Klimapakt

Um den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren, will der Staat verstärkt mit den Gemeinden Luxemburgs zusammenarbeiten. Im Juli 2012 wurde ein Gesetz gestimmt, welches ein Abkommen (Klimapakt) zwischen dem Staat und den Gemeinden ermöglicht.

Ziel dieses Klimapaktes ist es die Treibhausemissionen, sowie den Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten zu senken. Der Klimapakt trat am 01. Januar 2013 in Kraft und läuft Ende 2020 aus.

Der Gemeinderat Remich hat am 27. Dezember 2012 einstimmig den Beitritt zum Klimapakt beschlossen.

Die Unterzeichnung des Klimapaktes bringt Verpflichtungen für beide Parteien mit sich:

  • Die Gemeinde Remich verpflichtet sich zur Umsetzung des European Energy Award (eea) und die Schaffung einer Energiebuchhaltung für die gemeindeeigenen Gebäude und technische Ausrüstung.
  • Der Staat garantiert finanzielle und technische Unterstützung.

Der eea-Maßnahmenkatalog

Durch den Beitritt verpflichtet sich die Gemeinde Remich eine nachhaltige Politik in den Bereichen Klimawandel, Energie und Mobilität durchzuführen. Die vorgenommenen Energie- und Klimaschutzaktivitäten werden regelmässig mit Hilfe eines europäischen Programmes, dem European Energy Award, überprüft und bewertet.

Das eea-Programm, das seit mehr als 20 Jahren in rund zehn europäischen Ländern zur Anwendung kommt, umfasst einen Katalog von 79 Einzelmaßnahmen, in welchen die Gemeinden in den Bereichen Klimawandel, Energie und Mobilität aktiv werden können. Das ausgearbeitete Programm wurde an die nationalen Gegebenheiten angepasst. Ist einer der Aktionsvorschläge für die Gemeinde nicht durchführbar, so wird dieser Punkt bei der Auswertung nicht berücksichtigt.

Die Maßnahmen betreffen hauptsächlich folgende 6 Kategorien :

  • Raumplanung und Konstruktionen
  • Kommunale Bauten und Anlagen
  • Ver- und Entsorgung
  • Mobilität
  • Interne Organisation
  • Kommunikation und Kooperation

Kommunales Klimateam

Verantwortlich für die Umsetzung der oben erwähnten Maßnahmen ist ein kommunales Klimateam, welches die Gemeinde einsetzen muss. Dieses setzt sich zusammen aus einem Klimaberater, Vertretern aus der Politik, der Verwaltung, aus kommunalen Kommissionen, Experten, Unternehmensverantwortlichen und interessierten Bürgern. Das Klimateam macht eine Bestandsaufnahme und erstellt ein Aktionsprogramm für die Gemeinde. Die Führung des Klimateams obliegt dem Klimaberater. Beim Klimaberater kann es sich um einen externen oder internen Mitarbeiter handeln. Es besteht die Möglichkeit, dass mehrere Gemeinden einen Klimaberater gemeinsam einstellen.

Klimateam der Stadt Remich:

  • Bruno Barboni
  • Robert Braquet
  • Martin Dritter
  • Henri Kox
  • Lars Linster
  • Jean-Paul Meyers
  • Laurent Thiel
  • Romain Thinnes
  • Jean-Paul Wiltz

Das Klimateam der Stadt Remich ist weiterhin auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Melden Sie sich unter laurent.thiel@remich.lu .

Finanzielle Unterstützung der Gemeinden

Die Umsetzung der Maßnahmen wird durch den Staat wie folgt mit Mitteln aus dem Umweltfonds unterstützt:

  • Die Kosten für den Klimaberater werden zum Teil übernommen (25 – 50 Tage pro Jahr, je nach Einwohnerzahl der Gemeinde).
  • Eine fixe jährliche Unterstützung von 10.000 € als Beteiligung an den Funktionskosten zur Umsetzung der Massnahmen.

Eine variable jährliche Unterstützung, welche abhängig ist vom Grad der Umsetzung der eea-Maßnahmen. Für eine 40% Zielerreichung werden 15 € pro Einwohner bis zum 31.12.2015, 10 € von 2016 bis 2018 und 5 € für 2019 und 2020 ausbezahlt. Für eine 50% Zielerreichung betragen die Sätze 25, 20 und 15 € pro Einwohner. Für eine 75% Zielerreichung sind die Sätze 35, 30 und 25 € pro Einwohner. Ab dem zweiten Jahr sind 30% der jährlich variablen Zuwendungen abhängig von den messbaren Resultaten bei der Reduktion von Treibhausgasen. Für 20% der Subventionen werden die Resultate im Bereich der gemeindeeigenen Infrastrukturen berücksichtigt und für 10% diejenigen im Bereich der Haushalte. Die anderen 70% hängen vom Grad der Umsetzung der eea-Maßnahmen ab.